Rezension | Jane & Miss Tennyson

Titel: Jane & Miss Tennyson | Autorin: Emma Mills | Verlag: Königskinder (Carlsen)
| Seitenzahl: 480 | Preis: HC: 18,99€; eBook: 12,99€

inhalt
Devon ist eigentlich rundum zufrieden. Nicht ausgesprochen glücklich, einfach zufrieden. Ihr Leben gestaltet sich eigentlich recht einfach. Sie kommt gut mit ihren Eltern und ihren Freunden aus, ist heimlich in ihren besten Freund verliebt und ignoriert sämtliche Gedanken an ihre Zukunft.
Doch dann zieht ihr jüngerer Cousin mit bei ihrer Familie Zuhause ein und irgendwie ändert das alles. Foster scheinen die 3 Jahre Unterschied nicht allzu sehr zu stören und folgt ihr auf Schritt und Tritt um ihr jedes Mal ein halbes Ohr abzuquatschen.
Nicht zuletzt dank Foster tritt dann auch noch der attraktive, aber auch sehr überhebliche Ezra mit in ihr Leben und stellt alles auf den Kopf.
Doch, nicht das diese Sorgen reichen, muss Devon sich mehr und mehr mit den Gedanken bezüglich ihrer Zukunft beschäftigen. Und dem Problem mit ihrem besten Freund.
Als Hilfe stellt sie sich folgende Frage: Was würde Jane Austen tun?
meinung

Vor ziemlich langer Zeit zog dieses Buch mit anderen Königkindern innerhalb eines Arvelle–Hauls bei mir ein. Ich stand also ewig vor meinem Bücherregal und konnte mich einfach nicht entscheiden, welches Buch ich als nächstes lesen soll. Also sendete ich Bilder meiner beiden Bücherregale Freunden und plötzlich schrie Jill ganz laut „Jane & Miss Tennyson“. Dazu muss man sagen, ich vertraue Jill blind, denn wir mögen eigentlich oft die gleichen Bücher. Also griff ich zu dem Buch und bereits nach wenigen Seiten war ich in der Geschichte.

Devon und ich könnten manchmal eine Person sein. Sie ist witzig, klug, bodenständig und der größte Jane Austen Fan auf der ganzen Welt. Sie schwärmt immer wieder von ihren Büchern und wenn sie mal nicht weiter weiß stellt sie sich die Frage: „Was für Jane jetzt tun?“. Und dadurch, dass sie sich immer auf Janes Urteil verlässt, ist Devon unglaublich geerdet und strahlt eine innere Ruhe aus, die ich wirklich an mir vermisse. Egal wann, Devon behält die Kontrolle und weiß genau, was sie als nächstes zu tun hat.

Es geht in dieser Geschichte nicht nur um Liebe. Es geht auch viel mehr um Freundschaft und Familie. Darum wie es ist, wenn man einen Teil der Familie verloren hat und einen neuen Teil gewonnen hat. Die für mich schönste Beziehung entsteht hier zwischen Devon und ihrem kleinen Cousin Foster. Foster ist durch und durch außergewöhnlich. Er verhält sich anders als andere vierzehnjährige Jungs, doch in manchen Situationen ist er genau so. Er gehört nicht nur zu den Wissenschaftlern, sondern fortan zu dem Footballteam. Und je länger Foster bei den Tennysons lebt, desto enger wird die Bindung zwischen ihm und Devon.

Es war auf eine manchmal geradezu schmerzliche Art rührend, wie sehr meine Eltern sich wünschten, dass es Foster gut ging. Und ich glaube, sie wünschten sich sogar noch stärker als ich, dass er normal war. Für mich bedeutet normal sein dazuzugehören. Für sie bedeutete es, glaube ich, nur, glücklich zu sein.
S. 140

Besonders schön fand ich, dass einige Elemente aus „Stolz und Vorurteil“ in die Geschichte eingeflossen sind. Denn es gibt natürlich auch eine Liebesgeschichte, die man bereits nach wenigen Seiten erahnt. Ezra ist sehr schweigsam, eher introvertiert und erinnert damit ungemein an Mr. Darcy. Auch einige Passagen aus Austens Meisterwerk wurden in die Moderne Zeit übertragen. Nie hatte ich das Gefühl, dass die Autorin etwas nachahmen möchte. Es war wunderschön verpackt und fällt auch nicht jedem sofort auf.

Die Geschichte beginnt erst locker und leicht, gewinnt aber Seite für Seite an Tiefe. Mehrmals hatte ich das Gefühl von Herzschmerz, vor allem wenn es um den kleinen Foster geht, der leider viel zu schlimme Dinge durchleben musste, bis er endlich glücklich sein kann. Meiner Meinung machen fast alle Charaktere eine große oder kleine Veränderung durch.

Tausend Elektroautos könnten mit der Energie fahren, die du verspürst,
wenn du weißt, das der, den du liebst, diese Liebe erwidert.
S. 468

fazit
„Jane & Miss Tennyson“ ist ein sehr einfühlsames Jugendbuch, welches verschiedene Phasen der Jugendlichen zeigt. Dabei werden Gefühle klarer und auch Freundschaften werden überdacht und neue gefunden. Sie hinterlässt einen glücklich und fordert die Menschen auf, nicht nur auf das äußere zu achten, sondern auch tiefer zu gehen. Niemand passt hier in eine Schublade.


weitere meinungen

Letterheart Bücherblog

Die Buchbloggerin

Ich wünsch euch was,
eure becca

8 Kommentare zu „Rezension | Jane & Miss Tennyson

  1. Liebe Becca,

    Was für eine wundervolle Rezension! Ich freue mich sehr, dass es dich auch so begeistern konnte und du so viel Wert auf mein Urteil legst!
    Du hast genau die richtigen Worte für diese zauberhafte Geschichte gefunden ❤

    Liebe. ❤

    Gefällt mir

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