Rezension | Wicker King

Titel: Wicker King  |Autor: Kayla Ancrum  | Verlag: dtv |
Erscheinungsdatum: 21.09.2018  | 320 Seiten | Hardcover: 16,95€, eBook: 14,99€

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Lass dich mitnehmen in die Welt von Jack und August! Aber gibt es sie wirklich?Ein Brand in einer alten Lagerhalle. Am Tatort zwei Siebzehnjährige, einer davon (der vermutliche Brandstifter) mit Verbrennungen, die beide in die Psychiatrie eingeliefert werden. Einige Monate zuvor: In der Schule hängen August und Jack mit völlig verschiedenen Typen rum, privat verbindet die beiden aber seit Langem eine intensive Freundschaft. Doch Jack, Vorzeigeschüler, Spitzensportler, Mädchenschwarm, entwickelt immer stärkere Halluzinationen und driftet mehr und mehr in eine Fantasiewelt ab. In dieser ist er der König, der »Wicker King«, und August ist sein Ritter. Um Jack nah zu bleiben und zu verhindern, dass dieser sich endgültig in seiner Scheinwelt verliert, lässt sich August auf das Spiel ein: Er begibt sich gemeinsam mit Jack in dessen Fantasiewelt hinein und steuert sie beide damit genau auf die Katastrophe zu, die er verhindern wollte.

IMG_0561Dieses Buch war für mich die reinste Karussellfahrt. Ein stetiges Auf und Ab innerhalb von knapp 300 Seiten. Als ich die ersten Seiten hinter mir hatte, war ich teilweise verwirrt. Sehr kurze Kapitel, die auf den ersten Blick mehrere aneinander gereihte Momentaufnahmen darstellen. Ich war sichtlich verwirrt und habe auch direkt Jill geschrieben, denn obwohl ich wusste worum es in dem Buch ging, konnte ich den Verlauf so gut wie gar nicht richtig einschätzen.
Doch nach und nach ergab alles für mich einen gewissen Sinn. Die Kapitel scheinen zeitlich immer näher aneinander zu liegen und ein roter Faden tut sich auf.

Die Freundschaft zwischen August und Jack ist speziell. Sie beide leben für die Menschen um sich herum in vollkommen unterschiedlichen Welten. Doch die beiden verbindet ein Vorfall der für den Leser fast undurchsichtig bleibt. Jack rettete August das Leben. Und seitdem verbringen Jack und August jede freie Minute miteinander. Doch plötzlich scheint sich etwas in Jack zu ändern. Er leidet unter Halluzinationen und driftet immer mehr in seine eigene Welt ab. Und August unterstützt ihn dabei und möchte ihm so helfen. Diese Tatsache hat beide Protagonisten für mich eher „unsympathisch“ gemacht. Obwohl das nicht der richtige Ausdruck ist. August fühle ich mich in einigen Momenten verbunden und ich verstehe sein Handeln. Jedoch ist Jack für mich sehr weit entfernt. Für mich ist er eher eine neutrale Person, die ich weder besonders mag, noch hasse. August ist mehr als abhängig von Jack und begleitet ihn so immer weiter in seine Welt.

„Im Nachhinein kannte Jack vielleicht sehr genau den Moment, an dem er die Grenze überschritten hatte, doch die Angst war womöglich zu groß gewesen, etwas dagegen zu tun. Wie auch immer, rückblickend war das der Zeitpunkt gewesen,
als es anfing.“

Wicker King, Seite 71

Das Besondere des Buches ist auf jeden Fall das Design. Die Seiten sind weiß und je mehr Jack in seine Welt abdriftet, desto dunkler werden die Seiten, bis sie am Ende nur noch schwarz sind. Immer wenn die Seiten dunkler wurden, gab es verschiedene Knackpunkte in der Geschichte, die einen doch ziemlich geschockt haben.

Mit dem Ende habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Irgendwie lag die Lösung des Rätsels mehr als fern und als es dann zum „Showdown“ kam, fiel mir das Buch einfach aus der Hand. IMG_0562Wicker King ist wirklich ein beeindruckendes Buch, welches voller Wahrheit und Realität steckt, was man zuerst nicht vermutet. Auch wenn der Aufbau nicht gewöhnlich ist und verwirrt, überzeugt es nach und nach immer mehr. Außerdem hat das Design mich mehr als umgehauen!

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3 Kommentare zu „Rezension | Wicker King

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